Im Harzkurier vom 30.12.11 mahnt Peter Bischof die Gegner einer großen Kreisfusion zur Mäßigung ihrer Emotionen. Dafür nimmt er auch Unternehmer Maik Schenkhut in Anspruch, der zu einer Versachlichung der Diskussion rate. Aber wen genau adressiert der Redaktionsleiter eigentlich? Gewiss nicht Dr. Thomas Grammel oder Jon Döring, der für die BI „Für Osterode“ eine kritische Stellungnahme zum Hesse-Gutachten verfasst hatte. Und wenn man meinem alten Schulkameraden Jon eines ganz sicher nicht vorwerfen kann, dann wohl aufbrausende Emotionalität in fachlichen Fragen. Tatsächlich wird die Debatte so ruhig und kompetent geführt, dass die BI damit beispielgebend sein dürfte. Aus diesem Grund fragt man sich: Warum nimmt die Kreisverwaltung diesen Ball nicht auf und lädt Prof. Hesse persönlich zum Dialog ein? Wer könnte Dörings Kritik überzeugender widerlegen als der Gutachter selbst? Den Vorschlag, eine solche Veranstaltung abzuhalten, hatte ich dem Ersten Kreisrat bereits am 15.11.2011 unterbreitet.
Im Kreistag zeigte sich der Verwaltungschef dann aber nicht geneigt, meine Anregung aufzugreifen. Vielleicht möchten nun aber die Landtagsabgeordnete Regina Seeringer und/oder CDU-Fraktionsvorsitzender Lutz Peters ihren Parteifreund Geißlreiter einmal beiseite nehmen und ihn doch noch von der Sinnhaftigkeit des Vorschlags überzeugen. Verwaltungsspitze und politische Akteure könnten dadurch nämlich nur gewinnen. Eine rot-grüne Kreistagsmehrheit indes, die sich gegen eine solche bürgerfreundliche Veranstaltung sperrt, würde sich auf die Knochen blamieren. Das sollten die Herren Liebing, Lohrberg, Hausmann und Rordorf wissen. Die Reuters und Oppermänner unserer Region wissen es jedenfalls ganz sicher.

